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Neue Oden auf die alten Rock-Helden Von Gerd Simons. Aachen. Seit drei Jahren treibt in der heimischen Musikszene ein Trio sein Unwesen, dass sich klar auf die Fahnen geschrieben hat, betagte musikalische Leckerbissen aus den Sechzigern und Siebzigern für die Nachwelt zu erhalten, den Zeitzeugen Freudentränen in die Augenwinkel zu produzieren und die jungen Generationen von der Klasse alter Meister zu überzeugen. Die Rede ist von den "Backdoor Romeos". Die drei "alten weisen Herren" der regionalen Rockszene, Werner Wahlmann (git /voc.), Heinz Bronckhorst (dr./voc.) und Hans Odinius (bass), begehen ein stattliches Jubiläum: Der "Dreier" vollendet sein, im Ganzen betrachtet, 150. Lebensjahr und feiert zünftig mit Live-Musik am Donnerstag, 19. September, im Musikbunker an der Rehmannstraße. "Alle Mitglieder der Romeos' sind selbst Zeitzeugen und haben die Bands und die Songs, denen wir heute bei unseren Gigs neues Leben einhauchen, live erlebt", plaudert Hans-Werner "Sticky Finger" Wahlmann mit einem vielsagenden Leuchten in den Augen aus dem Nähkästchen. "Weil wir genau wissen, was und worüber wir singen, bringen wir diese musikalischen Edelsteine so authentisch rüber, als wären wir aus dieser Zeit in das Jahr 2002 rübergebeamt worden." Im umfangreichen Rock und Blues-Repertoire der "Drei-Mann-Big-Band" tummeln sich Songs von Könnern wie Freddi King, Stevie Ray Vaughn, Jimi Hendrix, ZZ Top und anderen unvergessenen Helden vergangener Tage. "Dabei bilden die Urversionen die Rahmenbedingungen, die herrlich zur Improvisation einladen", ist "Sticky Finger" jetzt in seinem Element und gesteht, dass viele der "Backdoor Romeos"-Versionen "erschreckend" nah ans Original reichen. Die Nachlassverwalter handgemachter Rock- und Bluesmusik haben sich mit ihren musikalischen Zeitreisen sehr schnell einen guten Namen erarbeitet und konnten sich mit ihren Mammutkonzerten, die selten unter dreieinhalb Stunden dauern, eine treue Fangemeinde erarbeiten, die die Band auf Schritt und Tritt verfolgt. » Artikel im Archiv des AZ-Web |